jando

Jando und die Geschichte von der kleinen Ente

von Jando am 17. Oktober 2010

Hallo Zusammen,

es gibt Zeiten im Leben, da sollten wir lernen, dass alte Geschichten abgeschlossen werden müssen. Erst dann können wir zu neuen Ufern aufbrechen. Der Weg dorthin mag sehr steinig und auch schmerzvoll werden. Aber dürfen wir nicht Mut und Hoffnung aufgeben. Auch nicht wenn wir von unserem Pfad abweichen.

Was eine kleine Ente damit zu tun hat, schildert Claudia Engel.
Sie hat mir eine Geschichte geschickt, die davon erzählt.
Hier nun „Die Geschichte von der kleinen Ente“:

Eine kleine Ente wurde unter Ihresgleichen belächelt und erniedrigt. Nie fand sie Futter. Dauernd schnappten es die anderen weg und lachten sie aus. Mitspielen durfte sie auch nicht. Sie wurde immer trauriger und mutloser. Keiner war da, der sie verstand. Alle anderen Enten schnatterten ihr böse zu, bis sie eines Tages wegschwamm.

Auf ihrem Weg durch das Wasser kam sie an eine schöne Bucht. Dort verweilte sie. Am Ufer entdeckte sie eine goldene Kugel. „Wunderbar, so anders. Was macht hier so ein glänzendes Teil“?dachte sie laut. Die Ente erschreckte, als sie bemerkte, das im Inneren der Kugel viel Futter eingelagert war. Sie hatte großen Hunger und begann zu fressen.

In dem Moment kam ein großer Schwan auf sie zu. Die kleine Ente schwamm, so schnell sie konnte weg. Dabei sah sie auf der anderen Seite des Ufer einen Menschen. Sie schwamm zu ihm. Er schien nett zu sein. Jeden Tag kam sie nun an das Ufer und bekam Futter von ihm. Es ging ihr gut, doch sie spürte, das die Liebe fehlte – ihr Zuhause. So überlegte sie, ob sie bleiben sollte. Am nächsten Tag schwamm sie zur Böschung und wollte das mit dem Menschen besprechen. Sie war erschrocken. Er war nicht da. Sie brauchte doch ihr Futter. Sie hatte ganz verlernt für sich selber zu sorgen. Da entdeckte sie ihn ihn am Uferrand:
„Wo bist Du gewesen ist“, fragte sie ihn. Er antwortete, dass er noch eine andere Ente füttern müsste. Er hätte nicht gewusst, ob sie wirklich bei ihm bleiben wollte.
Er flüsterte: „Wenn du jetzt für immer bei mir bleibst, werde ich die andere Ente wegschicken!“ Sie überlegte kurz und entschied sich dann fortzuschwimmen. Dies würde ein schwerer Weg werden. Große Traurigkeit überkam sie. Aber die Hoffnung auf Neues ließ sie weiterschwimmen.

Sie entdeckte viele Plätze, doch fand nirgendwo ihren Frieden.
Tagelang war sie ohne Futter und dachte zurück an den Menschen am Ufer, der alles so schön zubereitet hatte. Jetzt fütterte er eine andere Ente. Sie ärgerte sich, dass sie nicht bei ihm geblieben war.
Da sah sie plötzlich einen wunderschönen weißen Schwan. Erst jetzt entdeckte sie die vielen anderen Schwäne, die am Ufer verweilten.

Sie hatte Angst, wieder verjagt zu werden. Wie groß war ihre Freude, als die anderen Schwäne sie höflich begrüßten. Sie fühlte sich geborgen.
Die Ente nahm ihren ganzen Mut zusammen und fragte den schönsten, imposantesten Schwan: „Weshalb lasst ihr mich bei euch verweilen?“
„Weshalb nicht? Du bist doch eine von uns.“, antwortete er.

Sie erkannte auf einmal, dass sie selber ein wunderschöner, silberner, glänzender Schwan war. Endlich wusste sie, weshalb sie nicht zu den anderen Enten und den Menschen passte. Hier war ihre Welt.
Sie hatte endlich ihr Ufer ,ihren neuen Weg, gefunden. Hier gehörte sie hin. Das war ihr neues Zuhause. Ihre Welt. Ihre Erfüllung.

Ja, jeder muss seinen eigenen Weg finden und gehen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine traumhafte neue Woche.

Die nächste Kolumne erscheint erst in 14 Tagen. Ich freue mich bis dahin auf weitere neue Zuschriften von Euch.

Möge die Liebe mit Euch sein…

Euer Jando

www.windtraeume.com

http://www.facebook.com/pages/Windtraume/364934586372

Sie befinden sich auf dem Forum von partner.de – der Online-Partnervermittlung der neu.de GmbH in München. Mit dem partner.de balance system schlägt Ihnen partner.de mögliche passende Partner auf Basis eines Persönlichkeitstests vor.

Die Kommentarfunktion ist für diesen Beitrag deaktiviert.

Vorheriger Artikel:

Nächster Artikel: