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Jandos etwas andere Weihnachtsgeschichte zum ersten Advent

von Jando am 26. November 2010

Hallo Zusammen,

das Jahr neigt sich dem Ende zu und die besinnliche Weihnachtszeit beginnt. Die ersten Landschaften strahlen in ihrem weißen Antlitz und die Städte leuchten in prachtvoller Weihnachtsbeleuchtung. Es riecht nach Glühwein und Bratäpfeln. Große Kinderaugen strahlen vor Freude, wenn sie ihren Wunschzettel an den Weihnachtsmann schreiben. Ob er dann auch in Erfüllung geht, ist eine andere Frage. Doch die Freude zählt. Dabei geht es nicht um eine neue Spielkonsole oder ein neues Handy. Nein, das Gefühl ist es. Dass vielleicht jemand da ist, der an einen denkt.
Für Kinder ist die Weihnachtszeit etwas Besonderes. Jeder von uns kann mit seinen Möglichkeiten dafür zu sorgen, ihnen eine besinnliche Zeit zu schenken. Auch nach der Weihnachtszeit sollte der Gedanke weitergetragen werden. Kinder sind das Wichtigste in unserer Welt. Sie sind unsere Zukunft.
Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, erinnere ich mich gerade an mein Weihnachten vor 30 Jahren. Puuh, jetzt merke ich erst, wie alt ich geworden bin. Meine Schwester und ich hatten einen ganz besonderen Weihnachtswunsch. Zur damaligen Zeit gab es noch keine Handys, keine Spielkonsolen. Nein, wir wollten einen echten Spielkameraden. Einen, der uns beschützt. Einer, der immer für uns da ist. Damals hat meine Mutter eine Geschichte dazu zu Papier gebracht.
In alten verstaubten Ordnern habe ich die „etwas andere Weihnachtsgeschichte“ wiedergefunden und möchte sie gerne zum ersten Adventswochenende mit Euch teilen. Vielleicht haben es einige ähnlich erlebt, oder dieses wunderbare Ereignis steht noch bevor:

„Ankunft“

Vier Wochen lang ist er schon unser Gesprächsthema. Welchen Platz wird er, wo, einnehmen? Wo soll er liegen? Nein, nicht im Treppenhaus, dort ist es zu kalt, zu riesig für den Kleinen, zu weit weg von uns. Er wird am Anfang bestimmt Heimweh haben nach seinen sechs Brüdern, seiner Mutter, seinem strohgewärmten Stall. Welche Ecke mag die bequemste, die sicherste, eben die beste für ihn sein? Alle möglichen Plätze werden erörtert und auch genehmigt bis auf Kinderzimmer und Schlafzimmer. Welche Decke könnte zu ihm passen? Nein, keine Decke, er wird sie nur zerknabbern oder bepinkeln, ein geräumiger Korb ist besser für ihn, nein, aber nicht gleich zu groß, da kriegt der Kleine nur Angst.
Unser neues Familienmitglied war bei unserem Besuch acht Wochen alt. Er kuschelte sich zutraulich in unsere Armbeuge. Ein schwarzer, herzklopfender Wuschel mit seiner rosigen, flinken Zunge, die den linken Daumen probierte. Es war ganz klar, nur den, und wirklich nur ihn, wollten wir haben. Zu Beginn der Weihnachtsferien werden wir ihn holen. Wir wussten noch nicht, wie lang vier Wochen sein können.
Der Weihnachtsbaum steht festgewurzelt im Wohnzimmer auf dem bunten Weihnachtsteppich, als der ganze Familientroß IHN endlich, endlich heimholt. Während der Autofahrt liegt er in seine Decke gehüllt auf meinem Schoß und wagt, kaum aus den Falten zu gucken und tut dies auch nicht, als ich ihn behutsam in sein Körbchen lege. Vier große Menschen liegen auf dem Bauch und schieben ihre großen Augen, Nasen und Münder über den Korbrand. Die Decke wird ein bisschen auseinandergefaltet. Vorsichtiges Streicheln, leises Zureden, Zanken: Lasst ihn, er ist müde. Oh, er gähnt ja richtig. So kleine Zähnchen. Und was für eine süße Zunge.
Ein Machtwort vertreibt schließlich die Riesenköpfe. Doch sie bleiben in der Nähe und lassen den Neuankömmling nicht aus den Augen. Was wird er als erstes tun? Wird er jaulen? Jammern? Wird er seine Decke anknabbern? Wird er aus seinem Korb klettern? Seine neue Heimat erkunden? Ach, wann fängt er an?

Plötzlich hebt er sein Köpfchen. Schnuffelt. Krabbelt aus dem Faltengebirge seiner Decke. Untersucht, schnuppernd seine Liegestatt. Klettert am Flechtwerk hoch. Er schaut über den Rand. Und auf einmal sitzt er vor seinem Korb, schüttelt sich. Stößt die kleine, stumpfe Schnauze -oh, die ist unten ja ganz silbrig – in die Luft. Etwas unbeholfen läuft er. Der bunte Weihnachtsteppich weckt seine Neugier. Kurz erschrickt er vor dem kratzenden Geräusch, das seine breiten, goldfarbenen Pfoten verursachen. So ein kleiner Kerl, und soo große Pfoten! Er beschnüffelt mit großer Ausdauer das Tongefäß, in dem der Weihnachtsbaum steht. Uii, ohhh, nein, ach nein… unsere Schreie beeindrucken ihn nicht. Er hockt sich ganz selbstverständlich hin und lässt sein Wässerchen in die bunten Tannen- und Kerzenbilder des Teppichs hineinlaufen. Ein kurzer Silberglanz – dann dunkle Flecken. Unser Hund – er ist angekommen.

Ich wünsche Euch einen schönen ersten Advent und eine besinnliche Weihnachtswoche!

Mit meinen Möglichkeiten unterstütze ich zur Zeit Ein Herz für Kinder. Ihr könnt Isgaard und mich für eine Musiklesung bei ebay ersteigern. Die komplette Versteigerungssumme geht an hilfebedürftige Kinder. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr bei der Auktion mitbietet, damit eine tolle Summe für die Kinder zusammen kommt.
Alle Infos findet Ihr unter den aufgeführten Links:

http://cgi.ebay.de/Musiklesung-Jando-Sangerin-Isgaard-/260695384771?pt=H%C3%B6rspiele&hash=item3cb2a7e2c3

http://www.bild.de/BILD/news/einherzfuerkinder/2010/11/23/ebay-auktion/musiklesung-jando-isgaard.html

http://www.ein-herz-fuer-kinder.de/EHFK/deutsch/Alle-Spender/versteigerungen/versteigerungen.html

Möge die Liebe mit Euch sein…

Euer Jando

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